stern FOTOGRAFIE Nr. 41 / 2005

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Robert Polidori

Die Ausgabe Nr. 41 von stern Fotografie präsentiert auf rund 90 großformatigen Seiten Fotografien des Kamerakünstlers Robert Polidori. Der Kanadier mag es nicht, wenn man ihn als "Architekturfotografen" bezeichnet, und doch ist er ein großer Meister dieser Klasse.

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Polidori, geboren 1951 in Montreal, dokumentiert, was der Mensch von archaischen Höhlenstädten bis zu hypermodernen Metropolen geschaffen hat. Er ist ein Meister der räumlichen Ästhetik, zeigt Bilder, deren Realität unsere Vorstellungskraft oftmals übersteigt. Beim Betrachten seiner Fotos tauchen wir in andere Welten ein, können die Hitze und Morbidität Kubas, die strahlende Eleganz Versailles, die Künstlichkeit Shanghais, die panische Flucht aus Tschernobyl förmlich spüren. Polidori hat einen geradezu detektivischen Sinn für erzählende Orte entwickelt. Für Tschernobyl zum Beispiel: 116 000 Menschen mussten nach dem größten radioaktiven Unfall im April 1986 ihre Häuser und Dörfer fluchtartig verlassen, Plündern und Vandalen Platz machen. Ein Landstrich russischer Zivilisation wurde zweimal zerstört und dann abgesperrt. Für Polidori ein fotografisches Soziotop wie kein zweites. Monatelang beantragte er Genehmigungen, Pässe, Erlaubnisse, bis er endlich mit Kamera und Stativ das Niemandsland betreten konnte. Heute redet er nicht viel über die Bilder, er findet, sie sprechen für sich, "jedes einzelne, jedes verwüstete Klassenzimmer und jede verlassene Hütte gibt Auskunft darüber, was übrig bleibt, wenn es keine Menschen mehr gibt".

Art.-Nr. 970846
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